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News - zweifelhaftes Marketing

[14.05.2018]Stornierung des Anzeigenvertrags durch Ottenbacher Verlags GmbH

Die Ottenbacher Verlags GmbH storniert den Vertrag über eine Werbeanzeige im Bürger-Info-Folder.

[09.05.2018]Trend Media Ltd. beauftragt TOP Inkasso GmbH

TOP Inkasso GmbH wird von Trend Media Ltd. mit dem Forderungseinzug beauftragt.

[08.05.2018]Stadt Media Verlag GmbH auf Kundenfang

Die Stadt Media Verlag GmbH geht auf Kundenfang für "Kreis-Stadtinformationskarten"

[30.04.2018]Rechnung der Verlag für Printmediengestaltung UG & Co. KG

Verlag für Printmediengestaltung UG & Co. KG stellt Rechnung wegen Anzeige in Informationsbroschüre

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[19.06.2018] Rücktritt vom Kaufertrag über ein Pferd bei Nichterfüllung der vereinbarten Beschaffenheit des Tieres möglich

Im zugrunde liegenden Streitfall hatte eine Frau aus New York im Alter von 58 Jahren begonnen, Reitunterricht zu nehmen. Sie suchte ein umgängliches und leichtrittiges sowie lektionssicheres ...

[15.06.2018] OLG Karlsruhe erklärt Kündigungsklausel in Bausparverträgen für unwirksam

Bei dem Kläger des zugrunde liegenden Falls handelt es sich um einen Verbraucherschutzverband. Er forderte, dass die beklagte Bausparkasse die weitere Verwendung der Klausel: "Wurden nicht ...

[12.06.2018] VW-Abgasskandal: Fahrzeughändler zur Rücknahme eines gebrauchten VW-Diesel verpflichtet

Der Kläger des zugrunde liegenden Streitfalls hatte das im Jahr 2011 erstmals zugelassene Gebrauchtfahrzeug im April 2015 zu einem Preis von 22.000 Euro gekauft. Im November 2015 forderte ...

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Kaufrecht, Kunstrecht, Vertragsrecht

Falschem Künstler zugeordnete Tuschfederzeichnung berechtigt zur Rückabwicklung eines KaufvertragsEchtheit eines Kunstwerks bestimmt maßgeblich die Eignung eines Kunstwerks als Sammlerstück und Wertanlage

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat eine Kunsthändlerin zur Rückabwicklung eines Kaufvertrags über eine Federzeichnung verpflichtet, da die Kunsthändlerin das Werk vorsätzlich einem falschen Künstler zugeschrieben hatte.


Der Kläger des zugrunde liegenden Streitfalls ist Kunstliebhaber und -sammler. Er erwarb bei der beklagten Kunsthändlerin eine Tuschfederzeichnung. Das Werk war im Katalog der Beklagten mit der Angabe: "Carl Philipp Fohr 'Die Schwalbe zu Neckarsteinach' Tuschfederzeichnung in Grauschwarz und Grau über Bleistift 1812" angeboten worden. Die Bildunterschrift lautete "vgl. Carl Rottmann, Ausst. Kat.(...) Abb.3 (dort fälschlich Carl Rottmann zugeschrieben)."

Einige Zeit nach dem Ankauf äußerten Dritte Zweifel an der angegebenen Urheberschaft. Der Kläger forderte daraufhin die Rückabwicklung des Kaufvertrags.

OLG bejaht Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgewähr der Zeichnung

Das Landgericht Frankfurt am Main wies die Klage ab. Die hiergegen gerichtete Berufung des Klägers hatte vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main Erfolg. Der Kläger könne laut Gericht die Rückzahlung des Kaufpreises gegen Rückgewähr der Zeichnung verlangen. Die Zeichnung sei mangelhaft, da sie entgegen der Katalogbeschreibung nicht der Hand des dort angegebenen Künstlers zuzuschreiben sei. Die Echtheit eines Kunstwerks im Sinne seiner Herkunft aus der Hand eines konkreten Künstlers bestimme maßgeblich die Eignung eines Kunstwerks als Sammlerstück und Wertanlage, betonte das Gericht unter Bezugnahme auf höchstrichterliche Rechtsprechung. Der im Berufungsverfahren eingeschaltete Sachverständige habe überzeugend festgestellt, dass die Zeichnung tatsächlich der Schülerschaft von (sehr) jungen Nachwuchskräften bei Friedrich Rottmann entstamme, nicht jedoch von C. Ph. Fohr.

Kunsthändler darf bei Zweifeln keine Gewissheit über Echtheit gegenüber Kaufinteressenten vorgeben

Die Beklagte müsse sich hinsichtlich der unrichtigen Zuordnung der Zeichnung auch arglistiges Handeln vorhalten lassen. Arglist sei laut Gericht bereits dann anzunehmen, wenn der Verkäufer ohne tatsächliche Grundlage unrichtige Angaben über die Mängelfreiheit oder über wesentliche Eigenschaften der Kaufsache mache, die geeignet seien, den Kaufentschluss des Käufers mit zu beeinflussen. So liege es hier. Es sei zwar nicht zu verkennen, dass ein Kunsthändler hinsichtlich der Echtheit der von ihm angebotenen Kunstwerke typischerweise ein erhebliches Risiko treffe. Angesichts eines häufigen Eigentumswechsels sei er häufig gar nicht in der Lage, durch zumutbare eigene Nachforschungen Sicherheit über die Echtheit des Werks zu erlangen. Entscheidend sei dann jedoch, dass derjenige der keine hinlängliche Gewissheit haben könne, eine solche Gewissheit gegenüber seinen Kaufinteressenten auch nicht vorgeben dürfe. Dies habe die Beklagte jedoch mit ihrer apodiktischen Formulierung "dort fälschlich Carl Rottmann zugeschrieben" getan.


Oberlandesgericht Frankfurt am Main/ra-online


OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 03.05.201819 U 188/15 -


Vorinstanz:
  • Falschem Künstler zugeordnete Tuschfederzeichnung berechtigt zur Rückabwicklung eines Kaufvertrags
    LG Frankfurt am Main, Urteil vom 30.07.2015
    [Aktenzeichen: 2/26 O 349/14]

veröffentlicht: 17.05.2018

entschieden am: 03.05.2018

Meldung: 25916

 

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